FC Liverpolong

Es ist nichts neues das Wahnsinn und Fußball nahe beieinander sind. Mitunter sind sie identisch, z.B. beim thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin. Der will nichts anderes als 30% vom FC Liverpool kaufen, für umgerechnet 90Mio EUR. Ich korrigiere: nicht er, der Ministerpräsident, kauft den Anteil, sondern das thailändische Volk, vulgo der Steuerzahler.

Warum der Wahnsinn? Weil dies laut dem bekanntermaßen Premiere-League-verrückten Premierminister angeblich der sportlichen Entwicklung Thailands förderlich wäre und Liverpool ein Markename ist und mit einem Markennamen man unheimlich viele Dinge machen kann (“Because it is the era of the brand name and with a good quality brand name you can do many things.“, BBC). Konkret würde Thailand dafür die Rechte für die Verwendung des Namens und den Aufbau einer Fußball-Schule in Thailand bekommen.…

Weiterlesen

Bundesliga: Eigendynamik 2

Wahrscheinlich hängt Karlheinz Wildmoser zus ehr an den Verein, als dass der Abstieg von 1860 ein innerer Reichparteitag wäre. Es ist ein Aberwitz, dass 1860 ausgerechnet beim Versuch sich von den (veralteten?) patriarchalischen Strukturen, so vollends abgeschossen wird und in die zweite Liga taumelt.

Aber zu fassungslaos waren die Dinge die sich in den letzten Monaten, angefangen von der Bestechungsaffären im Dunstkreis von 60er-Schlüsselpersonen hin zum abartigen Schmierentheater um Trainer Götz.

Der letzte Pflock ins Herz der Bundesliga-Ambitionen von 1860 war wohlmöglich die Verpflichtung von Gerald Vanenburg. Ein Schnellschuß mit dem ein unerfahrener Trainer ohne A-Lizenz geholt wurde, der, weil er im Ausland tätig war, längere zeit die Bundesliga nicht intensiv beobachtete und bereits nach zwei Spielen so wirkt, als hätte er sein ganzes Pulver verschoßen.…

Weiterlesen

Bundesliga: Eigendynamik 1

Und sie ist da, die prophezeite Eigendynamik. Angesichts der am Samstag gezeigten Leistungen, scheinen sowohl Bayern als auf der VfB nach einem Plan B zu suchen.

Mit der Art und Weise wie sich die Bayern widerstandlos von Werder auf eigenem Platz hat vorführen lassen, zeigen alle Finger förmlich auf Hitzfeld, der es nicht geschafft hat, dass Team entsprechend heiß zu machen. “Erreicht Hitzfeld das Team noch?“. Die Zeile wird als Untertitel über jedes der nächsten zwei Spiele bis zum Saisonende stehen.

Die Lösung für Bayern kann nur Magath lauten und Magath hat alle Chancen in diesem Sommer frei zu sein.

Auch beim VfB scheint sich was zu regen. Die BILD, die erst letzte Woche einen grandiosen Flop hatte, als sie die Rückkehr von Daum, den Wechsel von Augenthaler nach Berlin und den Wechsel von Sammer meldete, meldet mit glaubwürdigerem Tremolo erste Kontakte vom VfB mit Walter Schachner, der gerade mit dem Grazer AK drauf und dran ist, zum ersten Mal in der 102jährigen Vereinsgeschichte Meister in Österreich zu werden.…

Weiterlesen

Ailtons Pillermann

Die Öffentlich-Rechtlichen zeigen Schamgefühl. Die ungeschnittene Version von Werders Feierlichkeiten im Bayern-Entspannungsbecken gab es nur auf PREMIERE zu sehen. Die ARD verzichtete ganz und das ZDF versteckte Ailtons Pillermann in einem kurzen Schnitt im Sportstudio-Vorspann.

Vielleicht lag es daran, dass die ARD ihren eigenen Pillermann mitbrachte. Gerd Rubenbauers Kommentierung vom Bayern-Werder-Spiel war schlichtweg grottenschlecht. Keine Metapher die ausgelassen wurde, kein Gleichnis, kein Bild war zu weit weg, als dass es von Rubenbauer nicht an den Haaren herbeigezogen wurden und per Tritt ins Gemächt der deutschen Sprache, in den Äther hinausbefördert wurde.

Im Grunde genommen ist Rubenbauer schon Grund genug, um die ARD-Verantwortlichen auf PREMIERE-Gratisabos zu verklagen.

Bei aller Kritik an den einen oder anderen PREMIERE-Kommentator. In der gesamten Berichterstattung vom Spiel und dem Drumherum, lagen zwischen PREMIERE und ARD Welten!…

Weiterlesen

Bayern, Werder und die Saison

Die diesjährige Meisterschaft zeichnete sich durch einen drehbuchreifen Abschluß aus.

Der 3:1-Sieg von Werder Bremen bei Bayern war ein komprimiertes Abbild der ganzen Saison, vorallem der Bayern-Malaise.

Oliver Kahn hat seine schlechteste Saison seit langem bestritten. Dies gilt nicht nur für seine in diesem Jahr notorisch bei wichtigen Spielen auftretenden Patzern, sondern auch seiner anscheinend völlig verpuffften Autorität bei seinen Mitspielern. Er ist nicht mehr der Antreiber, er wirkt wie ein Fremdkörper in der Mannschaft. Haben ihn letztendlich seine Disco-Sperentzien langfristig die Schlüsselposition in der Mannschaft gekostet?

Nicht nur Kahn wirkte wie ein Fremdkörper, die ganze Mannschaft wirkte nie als geschlossene Einheit, scheint in eine Unzahl von eineinander gleichgültigen Fraktionen zerfallen zu sein.

Auffällig ist dass mit Ausnahme von Makaay, Schweinsteiger und Ze Roberto, nicht ein einziger Spieler sein Potential ausschöpfen konnte.…

Weiterlesen